Das Kreuzband

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Das Kreuzband

Das Kreuzband – was ist das eigentlich?

Kreuzbandriss! Jahr für Jahr endet für mindestens 15.000 Deutsche der Wintersport mit dieser Diagnose. Aber was hat es mit dem Kreuzband auf sich? Wofür brauchen wir es und warum ist die Prognose bei Nichtbehandlung oft ungünstig?

Die beiden Kreuzbänder (man unterscheidet vorderes und hinteres Kreuzband) sorgen dafür, dass sich die Gelenkflächen von Ober- und Unterschenkel nur in einem gewissen Rahmen gegeneinander bewegen können. Sie sind überaus reißfest und machen einen Großteil der Gelenkstabilität aus. Schaut man sich den inneren Aufbau des Kniegelenks an, so bemerkt man, dass die Bänder „über Kreuz“ gespannt sind – daher der Name. So geben sie größtmöglichen Schutz gegen von vorn oder seitlich einwirkende Kräfte. Entsprechend „wackelig“ fühlen sich die meisten Patienten aber auch auf den Beinen, wenn das Kreuzband einmal gerissen ist.
Meist ist beim Kreuzbandriss nur das vordere Band betroffen
Glück im Unglück: 95 % aller Kreuzbandrisse betreffen „nur“ das vordere Kreuzband, sodass eine Reststabilität erhalten bleibt. Wenn keine besondere Sportfähigkeit mehr gewünscht wird, kann in bestimmten Fällen sogar eine rein konservative Behandlung erfolgen. Manchmal kann so erreicht werden, dass die gerissenen Enden des Kreuzbandes mit dem hinteren Kreuzband verkleben oder bindegewebig verwachsen – die so gewonnene Stabilität kann für alltägliche Bewegungen durchaus ausreichend sein. Warum reißt das Kreuzband?Bestimmte Bewegungen kann das Gelenk aufgrund seiner Konstruktion nicht ausführen, ohne dabei beschädigt zu werden: Häufigster Grund für einen Kreuzbandriss ist die Torsion (seitliche Verdrehung) von Ober- und Unterschenkel gegeneinander. Geht eine solche Bewegung über die von den Kreuzbändern vorgegebenen Totpunkte hinaus, kommt es zum Riss. Typisch ist etwa beim Skifahren eine erzwungene Drehbewegung des Oberschenkels, während der Unterschenkel mit Schuh und Ski im Schnee festgehalten wird.
Nähen kann man nur selten
Nur in absoluten Ausnahmefällen kann ein Kreuzband wieder genäht werden, sodass man auf einen Ersatz angewiesen ist, entweder durch ein Spenderimplantat oder aber durch eine Kreuzbandplastik. Bei einer solchen Kreuzbandplastik entnimmt der Arzt ganz oder teilweise eine andere Sehne des Unterschenkels und präpariert diese so, dass sie die Aufgabe des früheren Original-Kreuzbandes weitgehend übernehmen kann.
Arthrose kann durch richtige Behandlung vermieden werden
Die Folge einer Instabilität durch einen nicht behandelten Kreuzbandriss können ausgedehnte Meniskusläsionen und/oder Abscherfrakturen des Gelenkknorpels sein. Ein Eingriff sollte immer dann erwogen werden, wenn das Instabititätsgefühl zu einer dauerhaften Beeinträchtigung im Alltag führt.
Kreuzband-OP: Verschiedene Methoden stehen zur Auswahl
Es gibt heute verschiedene Möglichkeiten, einen Riss des vorderen Kreuzbands zu operieren. Da ein Nähen des Defekts aufgrund der nicht durchbluteten aufspleißenden Rissenden in aller Regel nicht möglich ist, kommt meist nur eine sogenannte Kreuzbandplastik infrage. Das bedeutet, dass das ursprüngliche Band durch etwas ersetzt wird, was diesem in Festigkeit und Elastizität (und damit seiner generellen Funktion) möglichst nahekommt.
Ersatz aus der Patellar-, Semitendinosus- oder Gracilissehne
Goldstandard in der Therapie des Kreuzbandrisses ist heute die Kreuzbandplastik aus körpereigenem Sehnenmaterial. Dazu wird in einem kleinen Eingriff ein Stück aus dem oberen Drittel der Kniescheibensehne (Patel-larsehne), der Semitendinosus- oder der Gracilissehne entnommen. Aus diesen Teilstücken wird dann das „neue“ Kreuzband zusammengefügt und dort eingesetzt, wo sich das ursprüngliche Band befand. Die Verankerung kann dabei sowohl mit Schrauben aus Metall oder auch mit Knochenblöcken erfolgen, welche den Bohrkanälen entnommen werden. Auch selbstauf lösende Schrauben aus Polylaktat finden immer häufiger zur Fixierung der Kreuzbandplastik Anwendung. Sie haben den großen Vorteil, dass sie später – nach dem vollständig abgeschlossenen Einheilungsprozess – vom Körper resorbiert werden und eine spätere Diag nostik mit bildgebenden Verfahren nicht behindern.
Spenderimplantate und künstlicher Ersatz aus Karbonfaser o. Ä.
Als durchaus erfolgreich hat sich in der Vergangenheit der Einsatz von Spenderimplantaten erwiesen. Als Hürde erweist sich jedoch, dass heute bei den sogenannten Allografts (Im plantate menschlichen oder tierischen Ursprungs) das Nichtvorhandensein bestimmter Krankheitserreger aufwendig per Gentest (PCR) nachgewiesen werden muss. Spenderimplantate spielen daher als teure Alternative zur herkömmlichen Kreuzbandplastik nur eine untergeordnete Rolle. In den 80er Jahren wurden dann ver-stärkt Kunstfasern als Kreuzbandersatz verwendet. Die leichten und hochfesten Fremdmaterialien schienen zunächst das „Ei des Kolumbus“ zu sein: Sie sollten die Medizin in die Lage versetzen, ein neues Kreuzband von bislang unerreichter Stabilität ohne den Rückgriff auf körpereigenes Sehnenmaterial zu schaffen. Leider erfüllten sich diese Hoffnungen jedoch nicht. Als besonderer Nachteil erwies sich die Tatsache, dass die synthetischen Kreuzbänder anders als ihre Pendants aus Semitendinosus- oder Patellarsehne nicht mit dem Knochen verwuchsen. Mit der Zeit nahm so die Festigkeit der eingesetzten Schraubverbindung ab, sodass eine Lockerung des Kreuz-bandersatzes die unvermeidliche Folge war. Darüber hinaus kam es zu entzündlichen Gewebsreaktionen aufgrund aggressiver Abbauprodukte der Kunststoffe, welche dem Milieu innerhalb des Gelenks unerwarteterweise doch nicht standhielten.
von Arne Wondracek
Das-Kreuzband-Kreuzbandriss aus ORTHOpress


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