Die Kniescheibe

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Die Kniescheibe

Kniescheibenschmerzen

Nicht immer ist es das Gelenk selbst

Besonders Sportler leiden oft unter Knieschmerzen, welche aber nicht durch ein degeneratives oder verletzungsbedingtes Geschehen im Gelenk selbst ausgelöst werden: Schmerzen an oder unter der Kniescheibe. Dabei können es verschiedenste Ursachen sein, welche die Beschwerden auslösen. Bei den Kniescheibenver- und -ausrenkungen sind häufig anlagebedingte Faktoren mit im Spiel, beim Patellaspitzensyndrom handelt es sich häufig um Überlastungsschäden.

Das Patellaspitzensyndrom

Hierbei handelt es sich um eine Sehnenansatzreizung, eine so genannte Tendinopathie. Ähnlich wie beim Tennisellbogen oder bei den Achillessehnenschmerzen kommt es unter starker Belastung zu einer Verhärtung und Kalkeinlagerung im Sehnenansatz an der Kniescheibe. Die Folge sind nadelstichartige, starke Schmerzen, die schubweise auftreten und etwa 15 bis 20 Minuten lang anhalten. Das Patellaspitzensyndrom wird hauptsächlich mit Überlastung bei Leichtathletik und Ballsportarten in Verbindung gebracht; im Englischen spricht man daher auch vom jumper’s knee (Springerknie). Die Therapie erfolgt in aller Regel konservativ durch die Gabe von schmerz- und entzündungshemmenden Medikamenten sowie ggf. eine spezielle Bandagierung. Gute Erfolge werden manchmal auch mit einer Stoßwellentherapie erzielt. Bei chronischen Schmerzen kann allerdings ein chirurgischer Eingriff angezeigt sein, bei dem die Patellasehne gelöst bzw. ein Regenerationsprozess angeregt wird.

Die Patellalateralisation – Patellaluxation

Als Patellalateralisation bezeichnet man einen Zustand, bei welchem die Kniescheibe bei der Bewegung nicht „in der Spur“ läuft. Normalerweise wird die Kniescheibe durch eine genau definierte Muskelkraft und Bandspannung zwischen den beiden Oberschenkelrollen an ihrem Platz in der Gleitrinne gehalten. Es kommt aber vor, dass die Oberschenkelrollen oder auch die Kniescheibe selbst eine schlechte Passform aufweisen, so dass es zu einer Abweichung vom Kniescheibengleitweg kommt. Die Patellaluxation ist eine Kniescheibenverrenkung, welche für Betroffene zum ständigen Problem werden kann. Sie tritt beim ersten Mal typischerweise durch einen Sturz oder einen Schlag auf und ist sehr schmerzhaft. Typisch für die traumatische Luxation sind ein blutiger Erguss im Gelenk und eine Verletzung des inneren Streckapparates (mediales Retinaculum). Wie auch bei z. B. einer Schulterausrenkung steigt mit jeder weiteren Ausrenkung die Gefahr, dass dies immer wieder auftritt. Manche Kniescheiben sind bereits durch ihre Form prädestiniert für eine solche Ausrenkung. Eine ursächliche konservative Therapie gibt es bei Patellalateralisation und -luxation nicht; durch ein angepasstes Training und/oder das Tragen bestimmter Orthesen kann jedoch das Risiko eines erneuten Auftretens gesenkt werden. Sollten diese Maßnahmen nicht zum Erfolg führen, gibt es die Möglichkeit einer operativen Kapselraffung bzw. Patellazügelung, welche quasi den Weg vorgibt, den die Kniescheibe bei Bewegung nehmen soll. Der Langzeiterfolg solcher Eingriffe wird jedoch häufig kontrovers beurteilt.

Retropatellare Knorpelschäden (Patellaarthrose)

Besonders als Folge traumatischer Patellaluxationen treten Knorpelschäden an der Innenseite der Kniescheibe auf, etwa bei einem Sturz, der zu einer Knorpelabsprengung führt. Weitet sich der Schaden aus, so sind ständige Schmerzen die Folge. An eine sportliche Betätigung ist dann oft nicht mehr zu denken. Ist der Schaden nicht zu groß, können unter Umständen Injektionen von Hyaluronsäure bzw. eine arthroskopische Gelenkspülung Linderung verschaffen. Eine Reparatur des Knorpels (z. B. durch eine Knorpel-/Knochentransplantation oder eine Knorpelzelltransplantation) wie etwa im Gelenk selbst ist aufgrund des hohen Anpressdrucks der Kniescheibe problematisch. In seltenen Fällen ist daher ein endoprothetischer Ersatz angezeigt.

Fazit: Alle Kniescheibenprobleme bedürfen der Abklärung
Wichtig ist in jedem Fall, nicht über gelegentliche Kniescheibenschmerzen oder gar Ausrenkungen hinwegzusehen. Die Gefahr ist groß, dass sich unbemerkt über Jahre hinweg Schäden ausbilden, die nur schwer oder überhaupt nicht mehr zu beheben sind. Dabei ist die Abklärung häufig eine Sache von nur wenigen Minuten, denn meist kann schon mit einer Ultraschalluntersuchung eine erste Diagnose gestellt werden.
aus ORTHOpress von Patrick Dornencron


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